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Dr. med. Thomas Hartmann
Chirotherapie, Osteopathie
Naturheilverfahren, Ästhetische Medizin
Neue Sülze 4 a, 21335 Lüneburg
Tel. 04131 402223
Fax 04131 402224
Mail: mail@dr-hartmann-praxis.de

CMD = Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion | Dr. med. Thomas Hartmann, Lüneburg

Was ist die CMD?

Definiton
Das Kürzel CMD steht für Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion oder auch craniomandibuläre Dysfunktion. Diese beschreibt eine Funktionsstörung im Kausystem, die das Zusammenspiel zwischen Ober- und Unterkiefer betrifft. Der Begriff leitet sich von den drei folgenden Fachwörtern ab:

  • Cranium = Schädel
  • Mandibula = Unterkiefer
  • Dysfunktion = Fehlfunktion

Das heisst aber nicht, dass die Ursache der Gesundheitsbeschwerden auch zwangsläufig im Kiefergelenk liegen muss. In vielen Fällen findet sich diese dagegen häufig an anderen Stellen des Körpers.
Wollen Sie verstehen, was die CMD bewirken kann, dürfen Sie Ihre Vorstellung zu den möglichen Ursachen nicht ausschließlich auf den Ort des Schmerzgeschehens ausrichten. Denn:

  • Schmerzort und die Quelle des Schmerzes sind in den meisten Fälle nicht identisch.
  • die CMD kann durch eine Fußfehlstellung ausgelöst werden.
  • Beschwerden an den Füßen können durch eine CMD verursacht sein.
  • die CMD verhält sich in ihrer Erscheinung ähnlich dem eines Chamäleons, dass bekanntermassen seine Hautfarbe nach Belieben ändern kann.

Diese Tatsachen erlauben es, der CMD eine erweiterte Definition zuzuschreiben.

Erweiterte Definiton

Aufgrund der komplexen Wechselbeziehung zwischen dem Kiefergelenk und den übrigen Abschnitten des Körpers, kann die CMD auch als Ausdruck einer Ganzkörperstörung verstanden werden.


Ich teste die Wechselbeziehungen an mir

Durch einen einfachen Versuch können Sie an Ihrem Körper selbst erfahren, welchen Einfluss die Statik auf die Stellung des Kiefergelenkes hat.

Durchführung

  • Stellen Sie sich barfuss so aufrecht hin, dass der Kopf gerade nach vorne schaut und sich dabei in einer neutralen Position befindet.
  • Die Arme lassen Sie entspannt hängen.
  • Schliessen Sie die Augen und richten Sie Ihre Konzentration auf den Unterkiefer.
  • Der Unterkiefer befindet sich in einer entspannten Position ohne dass Sie die Zähne aufeinander beissen.
  • Nun führen Sie den Unterkiefer langsam an den Oberkiefer heran und nehmen Sie wahr, welche Zähne des Unterkiefers mit den gegenüberliegenden Zähnen des Oberkiefers zuerst eine Berührung haben.
  • Wie ist der Kontakt?
    • flächig gleichmässig
    • punktuell: Sie spüren, das z.B. ein einzelner Zahn des Unter- oder Oberkiefers den gegenüberliegenden Zahn zuerst berührt.
  • Bitte merken Sie sich diesen wahrgenommenen Eindruck.
  • Der Unterkiefer befindet sich jetzt weiterhin in der Ausgangsposition ohne das Sie die Zähne aufeinander beissen.
  • Jetzt bringen Sie den Kopf etwas in den Nacken.
  • Aus dieser Position heraus führen Sie den Unterkiefer wieder langsam an den Oberkiefer heran und nehmen Sie erneut wahr, welche Zähne des Unterkiefers mit den gegenüberliegenden Zähnen des Oberkiefers zuerst eine Berührung haben.
  • Ist die Bisslage noch die gleiche oder hat sie sich geändert?
  • Das Gleiche probieren Sie aus, ausgehend von der Neutralstellung, indem Sie das Kinn leicht zur Brust führen.
  • Wie ändert sich jetzt die Bisslage?

Das Ergebnis

  • Sie werden feststellen, dass sich die Bisslage mit der Haltung des Kopfes ändert.
  • Und diese Änderung wird durch die unterschiedliche Spannung der Nackenmuskulatur erzwungen.
  • Sie können sich jetzt leicht vorstellen, welche Auswirkungen z.B. eine Blockierung des Beckenschaufelgelenkes (ISG) auf die lokale Rückenmuskulatur, in der der Fortleitung auf die Nackenmuskulatur und schließlich auf die Stellung des Kiefergelenkes haben kann.

Was geschieht bei der CMD?

Ober- und Unterkiefer sind mit ihren Zähnen so ausgeformt, dass es beim Mundschluss zu einem harmonischen Zusammentreffen beider Kieferanteile und der Kauflächen der Zähne kommt. Treffen diese nun nicht in der idealen Position aufeinander, können daraus Störungen und Schmerzen resultieren.

Diese Disharmonie zeigt sich darin, dass der Unterkiefer beim schließen des Mundes automatisch in eine neue Position abweicht, um diese Fehlstellung auszugleichen. Dadurch wird ein Druck auf umliegende Muskeln erzeugt, so dass diese in unnatürlicher Weise beansprucht und belastet werden.


Symptome

Wie bereits beschreiben, können die Beschwerden sehr vielgestaltig in Erscheinung treten. Die folgende Auflistung der Symptome gibt somit nur eine sehr begrenzte Auswahl wieder.

Symptome am Kausystem, z.B.:

  • Schmerzen in den Gesichts- und Kaumuskeln
  • Schmerzen im Kiefergelenk
  • Übermäßiges Knirschen und Pressen mit den Zähnen
  • Zahnwanderungen und -lockerungen
  • Abgenutzte, gesplitterte, eingekerbte Zähne

Symptome außerhalb des Kausystems, z.B.:


Leide ich an einer CMD? - Ein Selbsttest


Download

Mit dem folgenden Fragebogen können Sie selbst testen, ob bei Ihnen möglicherweise eine CMD vorliegen könnte.

Sollten Sie 3 – 4 Fragen mit „Ja“ beantworten, wäre es sinnvoll, eine weitere Abklärung vornehmen zu lassen.


Diagnostik allgemein

Das Chamäleonartige der CMD

Der Weg zur Diagnosefindung wird vermutlich am einfachsten sein, wenn der Patient seine Beschwerden beim Kauen oder bei Mundbewegungen entwickelt. Diese Patienten werden wohl zu allererst ihren Zahnarzt aufsuchen. Ein in der Behandlung der CMD ausgebildeter Zahnarzt wird diesen Patienten schnell helfen können. Schwieriger gestaltet es sich jedoch, umso weiter entfernt vom Kiefer die Beschwerden auftreten. Ein Patient mit Ohrgeräuschen wird dagegen eher den Weg zum HNO-Arzt wählen, ein Patient mit nächtlichen Atemstörungen wendet sich möglicherweise an ein Schlaflabor, usw... So lassen sich die Symptome insofern durchdeklinieren, als das sich für jedes Symptom, dass bei der CMD auftreten kann, eine fachärztliche Zuordnung finden lässt. Und wer denkt schon an das Vorliegen einer CMD, wenn ein Patient an Stimmungsschwankungen oder Depressionen leidet?

So kommt es immer wieder dazu, dass die Patienten von einem Facharzt zum anderen wechseln ohne dass für ihre Beschwerden eine klare Diagnose gefunden, noch ihnen eine erfolgsversprechende Therapie zuteil wurde. Im Verlaufe dieser meist über Jahre sich hinziehende Krankengeschichte, werden diese Patienten allzu oft als psychisch oder eingebildet krank stigmatisiert.


Meine Diagnostik

Die Diagnose CMD ist bekannt

Diese Patienten stellen sich in meiner Praxis vor mit einer bereits diagnostizierten CMD, die ihr Ursache am Bewegungsapparat hat. Es erfolgt eine:

Die Diagnose CMD ist nicht bekannt

Die meisten dieser Patienten konsultieren mich z.B. wegen:

Da die Patienten auf der Suche nach der/den Ursache/n für ihre Beschwerden sind und ich diese auch nicht kenne, gehe ich folgendermassen vor:


Meine Therapie

Die Therapie erfolgt individuell, je nachdem welche Befunde vorliegen und welche Diagnose gestellt wurde.

Zur Therapie können gehören:


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