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Dr. med. Thomas Hartmann
Chirotherapie, Osteopathie
Naturheilverfahren, Ästhetische Medizin
Neue Sülze 4 a, 21335 Lüneburg
Tel. 04131 402223
Fax 04131 402224
Mail: mail@dr-hartmann-praxis.de

Akupunktur Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) | Dr. med. Thomas Hartmann, Lüneburg

Akupunktur: Was ist Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)?

Akupunktur, die Therapie mit den Nadeln, ist ein Jahrtausend altes Therapieverfahren, das seinen Ursprung in China hat. Die Akupunktur ist eingebettet in ein holistisches chinesisches Diagnose- und Therapiekonzept, das auch als Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bekannt ist. Zur TCM gehören noch weitere Therapieverfahren:

  • Bewegungsübungen, wie z.B. das Qigong
  • Massagetechniken, wie z.B. das Shiatsu
  • Pflanzenheilkunde
  • Diätetik
  • Moxibustion

Die TCM gehört in Deutschland zu den noch nicht wissenschaftlich anerkannten Therapieverfahren. Das tut der Wirkung jedoch keinen Abbruch. So hat die TCM heutzutage eine große Verbreitung gefunden und wird sowohl von Schulmedizinern sowie von naturheilkundlich ausgerichteten Therapeuten bei den verschiedensten Erkrankungen eingesetzt. Dabei ist der Einsatz nicht nur auf den Menschen beschränkt. Auch Tiere können auf diese Weise erfolgreich behandelt werden.


Wirkweise der Akupunktur

Grundlage der Akupunktur ist eine traditionelle asiatische Vorstellung vom Körper, welche sich von den westlichen Erkenntnissen zu Anatomie und Körperfunktionen unterscheidet. Sie hat sich in den tausenden von Jahren aus Naturbeobachtungen und deren Übertragung auf den Menschen entwickelt. Für uns abendländisch geprägte und denkende Zeitgenossen und ausgebildete Ärzte, muten uns viele diesbezügliche Zusammenhänge unverständlich und befremdlich an. Die logischen, aber system-immanenten Verknüpfungen erschließen sich dem interessierten Arzt meist erst nach einem mehrjährigen Studium.
Nach asiatischem Verständnis wird der Mensch von der Lebensenergie Qi durchflossen. Sie soll nach der TCM in den Leitbahnen, den sogenannten Meridianen, durch den Körper strömen und an mehr als 700 Punkten dicht unter der Hautoberfläche leicht erreichbar sein. Ungefähr 400 davon werden als Akupunkturpunkte in der Therapie genutzt.


Möglichkeiten der Akupunktur

Die Akupunktur kann bei bestimmten Erkrankungen zu einer ursächlichen Heilung beitragen. Bei anderen Erkrankungen kann sie ergänzend zu anderen Therapien, wie z.B. schulmedizinischer Art, angewandt werden.


Grenzen der Akupunktur

Die absoluten Grenzen der Akupunktur sind dort erreicht, wo z.B. Gewebe, Organe zerstört sind. Mit anderen Worten: Eine Krebserkrankung kann beispielhaft alleine durch Anwendung der Akupunktur nicht geheilt werden. Genauso wenig kann die Akupunktur zum Beispiel alleinig einen Hormonmangel beheben, so wie er bei einer Schilddrüsenunterfunktion vorliegt.


Techniken der Akupunktur

Im Wesentlichen lassen sich zwei Techniken unterscheiden:

A. Körperakupunktur
Dabei werden nach bestimmen Vorbedingungen und individuellen Kriterien diverse Akupunkturpunkte ausgewählt und genadelt.

B. Ohrakupunktur
Sie orientiert sich eher an dem abendländischen Medizinverständnis. Auch hierbei werden die Nadeln nach bestimmten Kriterien gesetzt.


Nebenwirkungen der Akupunktur

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Akupunktur eine nebenwirkungsarme Therapieform darstellt, soweit sie nach den Regeln der Kunst durchgeführt wird. Dennoch, Nebenwirkungen können auftreten! Es lassen sich allgemeine von spezifischen Nebenwirkungen abgrenzen:

A. Allgemeine Nebenwirkungen
  • Entzündung der Einstichstelle
  • Kreislaufprobleme mit Schwindel
B. Spezifische Nebenwirkungen
  • Bei der Ohrakupunktur ist als wichtigste Nebenwirkung die Entzündung des Ohrknorpels zu nennen. Zur Reduktion des Infektionsrisikos sollten die Ohren daher zuvor desinfiziert werden. Wegen des erhöhten Infektionsrisikos lehne ich eine Ohr-Akupunkturbehandlung mit Dauernadeln ab!
  • Weitere spezifische Nebenwirkungen richten sich vor allem bei der Körperakupunktur nach dem Sitz der Nadeln. Um als Beispiel eine Nebenwirkung zu nennen, sei das Setzen eines Pneumothorax genannt. Auf dem vorderen sowie hinterem Brustkorb finden sich eine Unzahl von Akupunkturpunkten. Werden hier Nadeln zu tief gesetzt oder der Patient drückt sich die Nadeln durch Bewegung versehentlich tiefer in die Haut hinein, kann die Lunge dadurch angestochen werden und dann zumindest teilweise kollabieren, was der Mediziner als Pneumothorax bezeichnet.

Wer darf die Akupunktur durchführen?

Wer in Deutschland die Akupunktur an Menschen praktizieren will, muss entweder ein approbierter Arzt oder ein Heilpraktiker sein. Nur diesen beiden Berufsgruppen ist die Durchführung der Akupunktur in Deutschland gestattet.


Meine Akupunktur

Ich habe eine mehrjährige Zusatzausbildung in Akupunktur durchlaufen. Diese erfolgte bei der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA).
In meiner Praxis setze ich fast ausschließlich die Ohrakupunktur ein. Dieses erfolgt überwiegend im Rahmen einer Schmerztherapie, so wie sie bei diversen wirbelsäulen- assoziierten Beschwerden oder bei anderen Ursachen notwendig werden kann.
Die Akupunktur dauert in der Regel mindestens 20 Minuten. Während dieser Zeit ruht der Patient in liegender Position.


Abrechnung der Akupunktur

Nach der geltenden Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) existiert für die Akupunkturleistung eine eigene Abrechnungsziffer, die GOÄ 269a. Im Rahmen einer Schmerztherapie wird die Akupunkturleistung in der Regel von den Privaten Krankenversicherungen erstattet.


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