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Dr. med. Thomas Hartmann
Chirotherapie, Osteopathie
Naturheilverfahren, Ästhetische Medizin
Neue Sülze 4 a, 21335 Lüneburg
Tel. 04131 402223
Fax 04131 402224
Mail: mail@dr-hartmann-praxis.de

Das Schröpfen | Dr. med. Thomas Hartmann, Lüneburg

Was ist das Schröpfen?

Das Schröpfen ist ein altes naturheilkundliches Verfahren, dass in den verschiedenen Kulturen seit Jahrtausenden angewandt wird und früher, wie heute einen Beitrag leisten kann zur Beschwerdelinderung.

Es werden drei verschiedene Verfahrensarten unterschieden:

  • Die Schröpfkopfmassage
  • Das trockene Schröpfen
  • Das blutige Schröpfen

Das dabei zur Anwendung kommende Prinzip ist aber immer das gleiche.

Das Behandlungsprinzip
Ein Saugglas wird mit einem Unterdruck auf dem zu behandelnden Hautareal platziert. Gewebswasser und Blut werden dadurch in die Haut oder sogar direkt in das Saugglas gesogen.


Die Wirkung des Schröpfens

Es lassen sich zwei Wirkweisen unterscheiden:

  • Die lokale Wirkung
  • Die fortgeleitete Wirkung

Die lokale Wirkung

Durch das Schröpfen kommt es

  • zu einer verbesserten Durchblutung von Haut und Muskeln.
  • zu einer Muskelentspannung.
  • zu einem verbesserten Abtransport von Säuren.
  • zu einer Schmerzreduktion.

Die fortgeleitete Wirkung

Um diese Wirkweise zu verstehen, bedarf es einiger Erläuterungen. Der Mensch ist in "Scheiben" aufgebaut. Der Mediziner spricht in diesem Zusammenhang von einer segmentalen Gliederung. Sie kennen diese anatomische Besonderheit, wenn Sie schon einmal an einer Gürtelrose erkrankt waren.

Der segmentale Aufbau des Körpers

Die Rückenmarksnerven verlassen das Rückenmark links und rechts. Sie versorgen eine "Scheibe" (Segment) des Körpers. Zum Beispiel versorgt der Rückenmarksnerv, der zwischen dem 5. und 6. Brustwirbel das Rückenmark verlässt, das Segment Th5/6 (Th = zum Brustkorb gehörend). Fast alle Strukturen, die in diesem Segment liegen, werden von diesem Rückenmarksnerv mit Strom versorgt. Das sind:

  • die Knochen
  • die Muskeln
  • die Eingeweide
  • die Blutgefäße
  • die Haut

Nervenimpulse gelangen also von diesem Rückenmarksnerv zu den eben genannten Körperabschnitten. Umgedreht werden aber auch Nervenimpulse von diesen Körperabschnitten über den selben Rückenmarksnerv zurückgeleitet, bis in das Rückenmark hinein. Dadurch entsteht eine Nervenverbindung, die letztlich die beschriebenen Körperabschnitte miteinander in beide Richtungen vernetzt. Diese Vernetzung nennt der Mediziner Reflexbogen.

Die Bedeutung dieses Reflexbogens besteht darin, dass ein Nervenimpuls, der von einem Körperabschnitt ausgeht, die Funktion eines anderen Körperabschnittes beeinflussen kann. Dieser Tatsache kommt sowohl für die Diagnostik, wie auch für die Therapie, ein hohe Bedeutung zu.

Bedeutung für die Diagnostik

Es wird dadurch möglich, z.B. über Veränderungen an der Hautspannung Rückschlüsse auf die anderen segmental zugeordneten Körperabschnitte zu erhalten.
Ein Beispiel: Verspannungen oder Schmerzen an der Haut und den Muskeln der rechten Schulter, können bei Erkrankungen der Gallenblase auftreten.

Bedeutung für die Therapie

Mit den verschiedenen Therapieverfahren kann versucht werden, z.B. über die Haut Einfluss zu nehmen auf die anderen zugeordneten Körperabschnitte, wie es z.B. bei Erkrankungen der Gallenblase möglich wäre. Mit dem Schröpfen wird auf dieser Ebene in das Krankheitsgeschehen eingegriffen.


Die Schröpfkopfmassage

Bei der Schröpfkopfmassage wird ein Schröpfglas mit einem Unterdruck auf die zu behandelnde Hautpartie gesetzt. Zuvor wurde diese mit einer speziellen Schröpfsalbe eingecremt. Der Schröpfkopf wird sodann mit unterschiedlichem Druck über der Haut verschoben. Der dabei gewünschte Effekt ist der, dass sich die Haut rötet oder sogar Blut ins Gewebe gesogen wird.

Mit diesem Verfahren lässt sich ein großflächiger Therapieeffekt erzielen.


Das trockene Schröpfen

Beim trockenen Schröpfen werden in der Regel mehrere Schröpfgläser auf die Haut, meistens der Rücken, gesetzt. Zuvor wird mit einer Flamme der Sauerstoff aus dem Schröpfglas entfernt, so dass ein Unterdruck entsteht.

Die Schröpfgläser werden nach ca. 20 Minuten wieder entfernt.
Der Therapieeffekt bleibt auf die Grösse des Saugglases beschränkt.


Das blutige Schröpfen

Beim blutigen Schröpfen wird das zu behandelnde Hautareal zuvor mit einer Blutlanzette oder einem speziellen Skalpell angeritzt. Mit einer Flamme wird der Sauerstoff aus dem Schröpfglas entfernt, so dass ein Unterdruck entsteht. Das Saugglas wird so positioniert, dass das Blut in das Glas fliesst.

10-30 ml Blut können dabei abgesogen werden.

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