Faltenglättung mit einem Bakterientoxin, Lüneburg

Kurzinfo: Faltenbehandlung mit einem Bakterientoxin

Ein spezifisches Bakterientoxin wird seit Jahren in der ästhetischen Medizin zur Faltenbehandlung der Haut eingesetzt. Das Bakterientoxin findet dort seine Anwendung, wo Hautfalten durch wiederholte Muskelaktivitäten entstanden sind. Nach dem Abklingen der Wirkung erlangt der Muskel seine Aktivität zu 100% wieder.

Anwendung u.a. bei:Zornesfalten
Stirnfalten
Krähenfüße
starke Schweißbildung
Vorgespräch:30 Min.
Behandlungsdauer:10-20 Min.
Betäubung:bei Bedarf Betäubungssalbe
Nachkontrolle:soweit gewünscht nach 14 Tagen
Schonung:1 Tag
Kosten pro Behandlung:ab 270€*
Wirkungsdauer:6-9 Monate
*Die Abrechnung erfolgt gemäß den Vorgaben der GOÄ (GebührenOrdnung für Ärzte).
Kurzinfo: Behandlung mit | Ästhetische Medizin in Lüneburg
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Hautfalten, die gut auf das Bakterientoxin ansprechen

  • Stirnfalten
  • Zornesfalten
  • Krähenfüsse
  • übermässige Schweißbildung
Wo kommt das Bakterientoxin her?

Das Bakterientoxin ist ein Nervengift, das von einem Bakterium produziert wird, welches zur Gruppe der Clostridum gehört. Clostridien bilden eine Bakteriengruppe, zu der z.B. auch die Erreger des Tetanus gehört. Das besondere an der Gruppe der Clostridien ist, dass sie unter Ausschluss von Sauerstoff leben. Daher werden sie auch als Anaerobier bezeichnet. Das Bakterientoxin kann entstehen, wenn z.B. eiweißhaltige Konserven bei der Herstellung mit Clostridien verunreinigt sind. Unter den sauerstofffreien Bedingungen vermehren sich die Erreger, bilden Gärgase und lassen so die Konservendose aufblähen. Eine mögliche andere häufige Ursache kann sein, dass vakuumiertes Fleisch im Sommer im Auto liegt und sich erhitzt. Ist das Fleisch mit Clostridien verunreinigt läuft der gleiche Prozess ab, wie in der Konservendose.

Werden solche Nahrungsmittel dann gegessen kommt es zur Vergiftung, auch dann, wenn das Fleisch erhitzt wurde. Das Bakterientoxin zählt mit zu den giftigsten biologischen Substanzen, die wir kennen.
Nun mag der geneigte Leser denken, dass die gifitgste biologische Substanz, die wir kennen, dabei helfen soll positive Wirkungen am Körper zu entfalten? Diese Frage ist eindeutig zu beantworten mit: JA!

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Bakterientoxin als Medikament

Das Bakterientoxin ist ein Eiweiß. Es sind verschiedene sog. Eiweiß-Untertypen bekannt. Das am häufigsten verwandte Bakterientoxin gehört zum Untertyp A. Schon seit vielen Jahren wird der Wirkstoff in der Medizin zur Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt, die vor allem mit einer erhöhten Muskelspannung einhergehen.

A. Einsatz zur Behandlung von Erkrankungen

Als Beispiele seien genannt:

  • Schiefhals durch Muskelspasmus
  • Augenlidkrämpfe
  • Muskelspasmen bei verschiedenen Nervenerkrankungen
  • Sehfehler
  • verstärkte Schweißbildung in der Achsel oder an den Händen
  • Migräne

B. Einsatz in der Ästhetischen Medizin

In der Ästhetischen Medizin wird das Bakterientoxin seit Beginn der 1990er Jahre zur Behandlung von mimischen Falten beziehungsweise zur Faltenglättung eingesetzt.
Dabei ist wichtig zu wissen, dass das Bakterientoxin die beste Wirkung bei den sog. dynamischen Falten entwickelt. Das sind solche Falten, die durch immer wiederkehrende Muskelaktivitäten entstehen. Diese Aktivitäten zeigt besonders ausgeprägt vor allem unsere mimische Gesichtsmuskulatur.

Als Beispiele seien genannt:

  • Krähenfüße am Augenrand
  • Stirnfalten
  • Zornesfalte über der Nasenwurzel
  • abgesunkene Augenbrauen
  • Häschenfalten am Nasenrücken
  • Raucherfältchen über der Oberlippe
Wie wirkt das Bakterientoxin?

Damit ein Muskel sich zusammenziehen kann, erhält er von einem Nerven die Information, dies zu tun. Dafür bedient sich der Nerv eines sog. Botenstoffs. Dabei handelt es sich um das Hormon Acetylcholin. Dieses Hormon wird in dem kolbenartigen Endstück des Nerven gebildet und an den Muskel abgegeben. Es setzt daraufhin am Muskel eine Kaskade von chemischen Reaktionen in Gang. An deren Ende steht dann die Zusammenziehung des Muskels. das Bakterientoxin greift in diesen Mechanismus ein. Es blockiert die Freisetzung von Acetylcholin. Die nachfolgende Muskelzusammenziehung bleibt aus und damit der Muskel entspannt. Diese Wirkung hält meistens 2-6 Monate an. In dieser Zeit regenerieren sich die betroffenen Nervenzellen, so dass mit Abklingen der Wirkung der Muskel seine Aktivität zu 100% wieder erlangt.
Eine Besonderheit besteht bei den Schweißdrüsen. Diese werden ebenfalls durch Acetylcholin zur Schweißbildung angeregt. Aufgrund dieser Tatsache erklärt sich auch der Einsatz des Bakterientoxins zur Hemmung der Schweißbildung.

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Wo wird Bakterientoxin hingespritzt?

Damit das Bakterientoxin wirken kann, muss es direkt in den zu behandelnden Muskel gespritzt werden. Dabei hängt die Stichtiefe von der Lage des Muskels unterhalb der Haut ab. Das die meisten Muskeln im Gesicht mit der Haut verwachsen sind, berträgt die Stichtiefe dort meist nur wenige Millimeter.

Die folgende Abbildung verdeutlicht prinzipiell bis zu welcher Schicht unterhalb der Haut die Nadel vorgeschoben wird:
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Was kann das Bakterientoxin leisten, was nicht?

Eine Faltenbehandlung mit dem Bakterientoxin stoppt weder den natürlichen Alterungsprozeß der Haut, noch hat es regenerative Wirkung. Für die Zeit der Wirkdauer besteht eine geringere Muskelaktivität am so behandelten Muskel, was eine sichtbare Glättung der Fältchen zur Folge hat.

Der richtige Therapiezeitpunkt

Die Therapie mit dem Bakterientoxin lässt sich gut in den Arbeitsalltag integrieren und ist neben dem Fadenlifting sowie der Hyaluronsäuretherapie das Verfahren, das nach der Behandlung am wenigsten auffällt. Die Wirkung des Bakterientoxin setzt erst nach 2-4 Tagen ein.
Die Injektion wird mit extrem dünnen Nadeln durchgeführt. Wenn überhaupt danach etwas zu erkennen ist, dann vielleicht in Form eines kleinen Blutergusses an der Einstichstelle.

Wie läuft eine Behandlung ab?
Vor Beginn der Behandlung steht das Aufklärungsgespräch, das mindestens 24 Stunden vor dem Eingriff stattgefunden haben muss. Die Behandlung selbst umfasst folgendes Vorgehen:

  • Entfernung der Schminke
  • Anzeichnen der Behandlungsstellen mit Kajalstift und Fotografie
  • Mehrmalige Desinfektion der Einstichstellen
  • Anspritzen des zu behandelnden Muskels
  • abschließende Desinfektion
  • erneute Fotografie der behandelten Region
  • Lokale Kühlung
  • Soweit keine Nebenwirkungen auftreten, ist eine Wiedervorstellung nicht notwendig.
Verhalten nach der Therapie
In der Regel verheilen die Einstichstellen nach dem Spritzen innerhalb von wenigen Tagen.

A. Folgende Verhaltensempfehlungen sollten am Behandlungstag beachtet werden:

  • Am Behandlungstag bei Bedarf Auflegen eines Kühlpacks auf die behandelten Stellen.
  • Bei Schmerzen kann die Einnahme von entzündungshemmenden Schmerzmittel, wie z.B. Ibuprofen, für 2-3 Tage sinnvoll sein
  • keine Sonnenbäder und Besuche im Sonnenstudio
  • keine Gesichtsbehandlungen und Massagen
  • kein Saunabesuch
  • übermäßige Gesichtsbewegungen beim Lachen, Kauen, Sprechen und Gähnen
Dauer der Wirkung
Die volle Wirkung entfaltet sich erst nach ca. 2-4 Tage. In Abhängigkeit von individuellen Umständen hält die Wirkung ca. 2-6 Monate an.
Wiederholung der Behandlung

Mit Abklingen der Wirkung kann die Behandlung wiederholt werden. Erfahrungsgemäß verlängert sich die Wirkdauer des Bakterientoxin mit der Wiederholungstherapie.

Häufige Nebenwirkungen

Soweit Nebenwirkungen durch das Bakterientoxin überhaupt auftreten, handelt es sich meist um früh auftretende und vorübergehende Reaktionen, die direkt auf das Einspritzen des Wirkstoffs zurückzuführen sind. Dazu zählen:

  • Schmerzen durch das Einstechen der Nadel
  • Juckreiz
  • Missempfindungen
  • Blutergüsse, die sich in wenigen Tagen wieder zurückbilden
Seltene Nebenwirkungen

Zu den seltenen Nebenwirkungen durch Anwendung des Bakterientoxin zählen:

A. Resistenz gegen das Bakterientoxin

In seltenen Fällen kann es dazu kommen, dass der Körper gegen das Bakterientoxin Antikörper bildet. Dies führt dazu, dass der Körper, ähnlich wie nach einer Impfung, gegen das Bakterientoxin „immun“ ist. Im Ergebnis kommt der gewünschte muskelentspannende Effekt nicht zustande. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens dieser Nebenwirkung erhöht sich, wenn bei Wiederholungsbehandlungen der Abstand zwischen zwei Behandlungen kleiner 4 Monate ist. Aber voraussagen lässt sich eine solche Nebenwirkung nicht!

B. Nebenwirkungen durch Medikamente

Bestimmte Nebenwirkungen aufgrund von eingenommenen Medikamenten lassen sich reduzieren oder sogar ausschalten, wenn die Einnahme reduziert oder vorübergehend eingestellt wird. Soweit eine Einstellung der regelmäßigen Einnahme überhaupt medizinisch zu verantworten ist, sollten Blutverdünner (Thrombozytenaggregationshemmer) wie ASS100 sowie gleich wirkende Medikamente, des weiteren Ibuprofen oder Diclofenac 6 Tage vor der Behandlung abgesetzt werden.
Patienten, die auf Marcumar o.ä. wirkende Substanzen eingestellt sind, kann ich mit diesem Verfahren nicht behandeln!

C. In der Behandlungstechnik begründete Nebenwirkungen

Werden zu große Mengen gespritzt oder aber erfolgt die Injektion nicht präzise, können sich daraus Nebenwirkungen ergeben. Die wichtigsten Nebenwirkungen sind:

  • Der Muskel wird stärker gelähmt als gewünscht. Z.B. der Stirnmuskel wird komplett ausgeschaltet, wodurch das Ausfallen des Stirnrunzeln ein maskenhafter Blick entsteht
  • Das Medikament wandert in andere Muskelabschnitte hinein und lähmt Muskeln. Z.B. kann durch eine ungewollte Lähmung des Oberlides, die Lidsspalte verkleinert wird

Wichtig: Jegliche Nebenwirkungen dieser Art bilden sich komplett zurück!

D. Unspezifische Symptome

  • grippeähnliche Symptome
  • Kopf-, Gelenk-, Muskelschmerzen
  • allgemeines Unwohlsein
  • Übelkeit
  • Schwindel

Diese Beschwerden klingen aber im Allgemeinen nach einigen Tagen wieder ab.

E. Infektionen an der Einstichstelle mit:

  • Rötung
  • Überwärmung
  • Schwellung
  • Druckschmerzhaftigkeit im behandelten Gebiet
  • evtl. auch Fieber

Derartige Nebenwirkungen treten bevorzugt dann auf, wenn:

  • nicht aseptisch gearbeitet wurde
  • akute Infektionen an der Haut vorbestehen, wie z.B. durch Herpesviren ausgelöst
Wann darf die Behandlung nicht durchgeführt werden?

Autoimmunerkrankungen der Haut | Botox, Botulinumtoxinbehandlung (Botoxbehandlung), Faltenglättung, Lüneburg

  • Personen unter 18 Jahren
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • bekannte Allergie gegen das Bakterientoxin oder andere Fremdeiweiße
  • Patienten, die auf Marcumar o.ä. wirkende Substanzen eingestellt sind, kann ich mit diesem Verfahren nicht behandeln!
  • akute Hautentzündungen im Anwendungsbereich, wie z.B. Neurodermitis
  • akute Infektionskrankheiten (z.B. Grippe, Herpes)
  • abgeschwächtes Immunsystem
  • Autoimmunerkrankungen der Haut
  • bekannte Wundheilungsstörungen
  • erhöhte Blutungsneigung und Bluterkrankungen
  • bei erhöhter Anfälligkeit für Herpes

2 Kommentare

  1. Natalia Klos

    Guten Tag
    ich wollte sie fragen ob sie interesse an einer Koperation mit dem Beauty Institute in Hamburg haben?
    Mich interessiert eine zusammenarbeit ca. eimal im monat mit Botox, Hialuronsäure und so weiter. LG Natalia Klos

    Antworten
  2. Nora

    Interessant, dass durch eine Behandlung mit Botox die betroffenen Nervenzellen sich regenerieren und der Muskel seine Aktivität wieder bekommt. Ich überlege mir eine Faltenbehandlung und informiere mich daher über Botox. Danke für den Beitrag, ich habe einen guten Überblick bekommen!

    Antworten

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