Schmerztherapie in Lüneburg: Schmerztherapeut Dr. Hartmann

Meine Schmerztherapie

Die Schmerztherapie ist so individuell, so wie es auch die Schmerzen der Betroffenen sind. Da ich Patienten/innen sowohl mit akuten, als auch mit chronischen Schmerzen behandle, beschränkt sich meine Vorgehensweise nicht auf die häufig übliche Praxis: Schmerzmittel, Krankengymnastik und Tschüß! Für mich ist das oberste Ziel zu ergründen, warum es zu den Schmerzen gekommen ist. Und darauf aufbauend, entwickle ich gemeinsam mit der/m Patienten/in eine Strategie, die dann hoffentlich zur Schmerzbefreiung, aber zumindest zur Schmerzreduktion führt. Auf dieser Seite beschreibe ich, welche Verfahren ich zur Schmerzreduktion bzw. -Befreiung häufig einsetze. Auch können Sie hier etwas grundsätzliches zum Schmerz nachlesen.

Welche Verfahren setze ich zur Schmerzreduktion ein?

Die Beantwortung dieser Frage könnte jetzt zu einem viele Seiten füllenden Aufsatz führen, denn natürlich orientiert sich die Schmerztherapie an den auslösenden Faktoren bzw. deren Ursachen. Die folgenden Erläuterungen beschränken sich auf schmerztherapeutische Verfahren, die bei meinen Behandlungen von Schmerzen am Muskel-Skelettsystem zum Einsatz kommen können.

 

Hier die Zusammenfassung, die weiter unten aufgelöst wird:

 

  • Störfeldtherapie
  • PeriRadikuläre Therapie (PRT)
  • Cortisonstoßtherapie
  • Procain-Baseninfusion
  • Klassische Schmerzmittel
  • Opiate oder Opioide

 

Das emphatische Gespräch
  • Patienten/innen, die sich mit ihrem Leiden wahr- und ernstgenommen sowie verstanden fühlen, entlasten sich damit von einem grossen inneren Druck.
  • Wenn mir dieses in einem Erstgespräch gelingt zu erreichen, dann schafft dieses Vertrauen und Zuversicht im Hinblick auf Linderung oder sogar Heilung.
  • Deswegen stellt aufgrund meiner Erfahrung ein solches Gespräch einen Baustein für eine erfolgreiche Schmerztherapie dar.

Manuelle Therapie (Osteopathie und Chirotherapie)

  • Über die Arbeit mit den Händen werden Funktionsstörungen an den Gelenken, Sehnen und Muskeln behandelt. So kann die Lösung von Gelenkblockierungen sehr schnell zu einer Schmerzbefreiung führen.
  • Mehr zur Osteopathie und Chirotherapie erfahren Sie beim Anklicken der Links.
  • Die Verabreichung kleinster Mengen von medizinischem Sauerstoff direkt in die Armvene, greift über die Aktivierung bestimmter lokalwirksamer Hormone in den Schmerzstoffwechsel ein.
  • Dadurch kann eine nachhaltige Schmerzreduktion vor allem bei chronischen Schmerzzuständen erreicht werden.
  • Mehr über die Intravenöse Sauerstofftherapie erfahren Sie beim Anklicken des Links!
  • Die gezielte Verabreichung (Injektion) des Lokalanästhetikums Procain entweder an die Stelle wo der Schmerz sitzt oder an die Stellen bzw. Nerven, von denen der Schmerz ausgeht, hat mehrere Effekte zur Folge.
  • Zum einen kommt es durch den betäubenden Effekt zu einer Schmerzreduktion, der aber nur für 20-30 Minuten anhält. Denn etwa solange wirkt Procain.
  • Zum anderen greift Procain in den Schmerzstoffwechsel ein, woraus eine Wirkung resultiert, die über Stunden oder Tage anhalten kann.
  • In manchen Fällen kann Procain sogar einen sog. Sekunden-Effekt hervorbringen. Damit wird beschrieben, dass mit Setzen der Spritze und dem Einringen von Procain von einer Sekunde auf die andere, der Schmerz komplett abklingt und möglicherweise nicht mehr wiederkommt.
  • Über den folgenden Link erfahren Sie mehr zur Neuraltherapie.
  • Die Akupunktur setze ich im Rahmen der Schmerztherapie als begleitende Massnahme in Form der Ohrakupunktur ein.
  • Mehr zur Akupunktur ist über den Link zu erfahren.
  • Hierbei handelt es sich um eine spezielle Eigenblutbehandlung mit Blutplättchen reichem Plasma.
  • Sehr gut wirksam ist dieses Verfahren überall dort, wo Schmerzen durch Entzündung, Überlastung oder Verschleiß an Sehnen-, Muskel- und Gelenken auftreten.
  • Mehr zur ACP/PRP-Therapie ist hier zu nachzulesen.
  • Manche Schmerzen werden durch sog. Störfelder ausgelöst. Störfelder können Organe oder Organabschnitte sein, von denen ein Störimpuls ausgeht, der über das vegetative Nervensystem fortgeleitet wird und an ferngelegenen Stellen des Körpers Schmerzen auslösen kann.
  • Ein typisches Beispiel wäre ein chronisch entzündeter Zahn, der Gelenkbeschwerden auslösen kann.
  • Meine Schmerztherapie besteht in diesem Fall darin, dass ich mit dem Lokalanästhetikum Procain eine Störfelddiagnostik sowie -Therapie durchführe.
  • Folgen Sie dem Link zum Störfeldgeschehen.

 

  • Das Schröpfen, eines der ältesten Therapieverfahren, was in fast allen Kulturen seit Jahrtausenden eingestzt wird, hat auch eine schmerzlindernde Wirkung.
  • Weitere Details zum Schröpfen sind über den Link zu erfahren!
Was ist das Schröpfen? | Das Schröpfen
PeriRadikuläte Therapie (PRT)
  • Hierbei handelt es sich um ein gängiges Verfahren, bei dem klassischerweise eine Kombination aus Kortison und einem Lokalanästhetikum nervennah gespritzt wird.
  • Zum Einsatz kommt dieses Verfahren meistens bei einem Bandscheibenvorfall.
  • Ziel der Therapie ist die entzündungsbedingte Schwellung am Nerven zurückzudrängen.
  • In den meisten Fällen nutze ich nur das Lokalanästhetikum Procain.
  • Wegen der nicht unerheblichen lokalen Nebenwirkungen beschränke ich die Kombination mit Kortison auf besondere Schmerzkonstellationen.
Cortisonstoßtherapie
  • Bei Patienten/Innen mit sehr starken Schmerzen, meistens im Rahmen von akuten Bandscheibenvorfällen, die auf die bisherige Therapie nicht ansprechen, führe ich eine Cortisonstoßtherapie durch.
  • Dabei wird eine höhere Kortisondosis in Tablettenform als Stoß verabreicht und die Dosis im Verlauf der folgenden Tage wieder reduziert. Dadurch kommt es zu einer starken entzündungshemmenden Wirkung des Nerven umgebenden Gewebes.
  • In besonderen Einzelfällen verabreiche ich das Kortison auch als Kurzinfusion.

 

Procain-Baseninfusion
  • Eine Infusionsmischung aus Procain und Bicarbonat findet bei mir seinen Einsatz vor allem bei chronischen Schmerzzuständen.
  • Dieser Cocktail nimmt Einfluss auf den Schmerzstoffwechsel und kann damit zu einer Reduktion der Schmerzintensität beitragen.
Klassische Schmerzmittel
  • Selbstverständlich setze ich auch klassische Schmerzmittel aus der Klasse der NSAR (Nicht Steroidale AntiRheumatika) ein, wie z.B. Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen.
  • Auch Metamizol (Novaminsulfon) hat im Rahmen meiner Therapie als Schmerzmittel einen Platz.

 

Opiate oder Opioide
  • Es gibt Schmerzzustände, die den Einsatz von Opiaten oder Opioiden notwendig machen.
  • Auch wenn die Schmerztherapie mit dieser Wirkstoffgruppe für mich nicht das Mittel der ersten Wahl darstellt, kann ihr Einsatz für die Betroffenen von grossem Nutzen sein.
Was sind Schmerzen?
  • Als Schmerz wird ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis bezeichnet, das mit einer tatsächlichen oder potentiellen Gewebsschädigung verknüpft sein kann.
  • Der Schmerz fungiert wie eine Alarmleuchte und soll den Körper vor schädlichen oder gefährlichen Einflüssen schützen.
  • Bei Schmerzen handelt es sich um eine subjektive Empfindung, die jeder Mensch sehr unterschiedlich wahrnehmen kann.
  • Die psychische Verfassung spielt bei der individuellen Schmerzwahrnehmung eine wichtige Rolle: So können Trauer oder Niedergeschlagenheit die Empfindlichkeit für Schmerzen verstärken, positive Gefühle können sie dagegen verringern.
  • Man unterscheidet zwischen akuten und chronischen Schmerz.
Ursachen für Schmerzen

Als Auslöser von Schmerzen kommen in Betracht:

A. Äußere Faktoren, wie z.B.

  • Kälte
  • Hitze
  • Verletzungen

B. Innere Faktoren, wie z.B.

  • Entzündungen
  • Störungen des Nervensystems

C. Schmerz als eigenständige Erkrankung

Schmerzen müssen nicht notwendigerweise eine körperliche Ursache haben. Chronischer Schmerz beispielsweise ist eine eigenständige Krankheit und hat seine Alarmfunktion verloren.

D. Schmerz aufgrund seelischer Ursachen

Auch seelische Belastungen können zu körperlichen Schmerzen führen, die dann meist als psychosomatische Schmerzen bezeichnet werden.

Schmerzskala
Schmerz lässt sich nicht objektiv messen. Es bleibt damit eine subjektive Wahrnehmung, deren Stärke von vielen Modalitäten mitbestimmt wird. Schmerztherapeuten greifen daher auf verschiedene Schmerzskalen zurück, über die der Schmerztherapeut die Schmerzstärke erfassen und dokumentieren kann.

Sehr verbreitet ist Visuelle-Analog-Skala (VAS). Dabei handelt es sich um einen zehn Zentimeter langen Schieber, der Ähnlichkeit mit einem normalen Lineal hat. Diese Skala geht von „kein Schmerz“ bis „Stärkster Schmerz“ und auf den Punkten dazwischen kann der Patient einstellen, wie stark er seine Schmerzen empfindet. Danach liest der Schmerztherapeut den genauen Wert der aktuellen Schmerzstärke auf der Rückseite der Schmerzskala ab.

Akuter Schmerz
  • Akute Schmerzen sind in der Regel auf Schädigungen des Körpergewebes zurückzuführen, deren Ursachen sehr unterschiedlich sein können.
  • Bei äußeren Schädigungen reichen sie von Verletzungen über Verbrennungen bis hin zu Verätzungen.
  • Ein akuter Schmerz ist auch typisch bei Entzündungen innerer Organe, plötzliche Sauerstoffunterversorgungen wie beim Herzinfarkt.
  • Schäden am Bewegungsapparat, z.B. ein Bandscheibenvorfall, oder Karies gehen mit akuten Schmerzen einher.
  • Ein akuter Schmerz kann darüber hinaus bei körperlichen oder seelischen Anstrengungen des Alltags, wie langes Stehen, einseitige Bewegungen oder Stress auftreten und in Gestalt von z.B. Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen oder Kopfschmerzen in Erscheinung treten.
Chronischer Schmerz
Chronische Schmerzen, die länger als sechs Monate anhalten und zum eigenständigen Krankheitsbild geworden sind, betreffen zumeist den Bewegungsapparat. Laut der Studie „Pain in Europe Survey“, verteilen sich chronische Schmerzen bei den Befragten wie folgt:

  • bei 24%: chronische Schmerzen im Bereich des Rückens
  • bei 16%: chronische Schmerzen am Knie
  • bei 14%: chronische Schmerzen der Beine
  • bei 10%: chronischer Schmerz der Gelenke
  • bei 9%: chronischer Schmerz der Schultern
  • bei 15%: chronischer Schmerz im Bereich des Kopfes

Eine telefonische Befragung von mehr als 46.000 Menschen aus 16 europäischen Staaten zwischen Oktober 2002 und Juni 2003 zeigte auf, welche Ursachen für chronische Schmerzen am häufigsten infrage kommen:

  • bei 34%: chronische Schmerzen durch Gelenkerkrankungen wie Arthritis und Arthrose
  • bei 15%: chronischer Schmerz durch Bandscheibenvorfall
  • bei 12%: chronische Schmerzen durch Unfälle und Verletzungen
  • bei 8%: chronischer Schmerz bei Rheumatoider Arthritis
  • bei 7%: chronischer Schmerz durch Migräne

3 Kommentare

  1. Nora

    Interessant, dass man die Visuelle-Analog-Skala anwendet, um Schmerzen messen zu können. Davon hatte ich noch nicht gehört. Ich lese gerne zum Thema, weil ich bald meiner ersten Schmerztherapie unterziehen werde und daher möchte ich mehr darüber erfahren. Danke für den Beitrag!

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  2. Tom Vogt

    Zum Glück habe ich nicht mit akuten Schmerzen zu tun. Das wäre für mich wirklich besonders schlimm weil ich so wehleidig bin. Deswegen bin ich froh das ich keinen Schmerzen habe.

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  3. Dr. med. Thomas Hartmann Hartmann

    Das ist ein Kommentar

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